Flagge Philippinen Das Philippinen Projekt der etwas anderen Art: Handeln statt reden! Flagge Philippinen

Vermarktung von Farmprodukten


Vertrieb durch eigenen Marktstand in der Stadt
Auf den Philippinen sind die Kleinbauern bei der Vermarktung oftmals der Willkür von diversen Zwischenhändlern ausgesetzt. Wenn im Großstadtsupermarkt der Verbraucher 50 Peso für ein KG Tomaten bezahlt kommen davon vieleicht 5 - 8 Peso beim Erzeuger an. Deshalb gilt es für uns, andere Wege der Vermarktung zu finden.

Erster Schritt ist die Planung der Pflanzungen. Es muß so ausgesäht werden dass die Ernte in Monate fällt wo erfahrungsgemäß die Preise hoch sind. Weitere Maßnahmen bestehen darin, jede Woche eine Teilfläche zu pflanzen und möglichst viele verschiedene Sorten anzubauen. Damit minimiert man das Risiko, die gesamte Ernte zu Schleuderpreisen verkaufen zu müssen.

Viele Gemüsesorten werden über hunderte Kilometer aus den traditionellen Gemüseanbaugebieten per LKW angeliefert. Um diese mehrtägigen Transporte zu überstehen wird das Gemüse mit Chemikalien haltbar gemacht. Daher bevorzugen die Verbraucher Ware aus örtlicher Produktion. Ob Bio oder nicht spielt dabei kaum eine Rolle, Hauptsache frisch und günstig. Das bietet Ansatzpunkte für lokale Vertriebswege. Z.B. beliefern wir in Tigaon und Umgebung bereits einige Markthändler direkt, also ohne Zwischenhändler.


Da unsere Farm direkt an der Hauptstraße liegt, haben wir im März 2010 einen provisorischen, kleinen Farmshop eröffnet. Es wurden allerdings sehr schnell schwerwiegende Probleme festgestellt, u.a. der hohe "Eigenverbrauch" der Mitarbeiter. Deshalb wurde das Experiment schnell wieder beendet.

Wir planen eine Neueröffnung mit einer Erweiterung des Sortiments mit z.B. Setzlinge, Saatgut, Erdmischung, Pflanzzubehör, aber auch örtlich weiterverarbeitete Lebensmittel. Und natürlich wirksamen Kontrollmaßnahmen. Wenn sich der Farmshop wie erwartet entwickelt können wir ein festes Gebäude bauen und gleichzeitig Gastronomie anbieten. Das wäre hier etwas völlig Neues. Sobald es mit der Tierhaltung richtig anläuft werden so oder so vernünftige Räumlichkeiten benötigt, alleine wegen der Kühleinrichtungen und den staatlichen Hygienevorschriften.


Direktverkauf durch eigenen Farmshop