






















 Maschine (20. Jhdt.) mit Transportmittel (1. Jhdt.)...

Autor: Jochen Binikowski
Stand: 12.12.2009

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Die Landwirtschafts - Projekte
Die Voraussetzungen
Der größte Teil der Bevölkerung von Tigaon lebt von der Landwirtschaft. Die Böden sind vulkanischen Ursprungs und sehr fruchtbar. Fast das ganze Jahr über gibt es genügend Regenfälle und es ist immer um die 30 Grad warm. Die Gemeinderegierung gibt dem Agrar-Sektor höchste Priorität, sie sorgt zeitweise für verbilligtes Saatgut, Dünger usw. sowie auch Schulungen und Seminare.
Eigentlich ideale Bedingungen, wenn da nicht die häufigen Starkregen und Taifune wären, dazu jede Menge Pflanzenschädlinge aller Art und im Frühsommer kann es zu mehrwöchigen Dürreperioden kommen. Die ständig steigenden Energiepreise sorgen für eine stete Verteuerung von Dünger, Transport, Baumaterialien etc..
Durch diese Widrigkeiten entstehen enorme saisonale Preisunterschiede für landwirtschaftliche Produkte. Es fehlt dazu an Trockenanlagen, Kühlhäusern, Lagerhallen, Zufahrtsstrassen usw., also typische "Dritte Welt" Verhältnisse.
Das Ziel
Ziel unserer Projekte ist, den Farmern höhere Einkommen zu ermöglichen. Dazu brauchen wir nicht "das Rad neu erfinden", sondern versuchen, mit angepassten Methoden die Erträge zu steigern und die Kosten zu senken. Dabei geht es u.a. um hier bislang unbekannte Pflanzmethoden, Bodenmischungen, organische Dünger, Verarbeitungstechniken und neue Wege im Marketing.
Wenn immer möglich, wenden wir Bio-Anbaumethoden an. Das ist für uns allerdings keine Religion, denn am Ende muß der Ertrag stimmen. Was nützt das beste Bio-Gemüse, wenn 90% der Ernte von Insekten vernichtet werden? Die Kleinbauern leben von der Hand in den Mund, sie sind auf die Ernte angewiesen, um zu überleben. Ein wirliches Tabu ist eigentlich nur die Verwendung von genmanipulierten Saatgut.
Oberstes Prinzip ist Freiwilligkeit. Das Missionieren ist nicht unsere Sache. Wir führen zunächst ein Projekt auf eigene Rechnung durch, und zwar so, dass möglichst viele Nachbarn das sehen können. Da in dieser Kleinstadt jeder jeden kennt, spricht sich das in Windeseile herum. Wenn jemand Interesse an einem Projekt hat, geben wir ihm alle denkbare Hilfe, damit er es selber probieren kann.
Holzkohle
Ein zentrales Element unserer Arbeit ist die Verwendung von Holzkohle. Zum einen als Bodenzusatz in Verbindung mit Kompost, um den PH-Wert zu erhöhen, die Wasserspeicherung zu verbessern und die Bodenorganismen zu begünstigen. Diese Art der Bodenverbesserung ist unter dem Begriff Terra Preta bekannt, eine Technik der alten Amazonas-Indios. Heutzutage laufen weltweit diverse Forschungsprojekte und wir stehen mit zahlreichen Wissenschaftlern in engem Kontakt. Am Ende könnte im Erfolgsfall ein vollständiger Ersatz des Kunstdüngers stehen. Mit allen positiven Auswirkungen wie Einsparung fossiler Energien und Reduzierung des CO2-Ausstoßes sowie einer dauerhaften CO2-Bindung im Boden.
Wir haben verschiedene Verfahren zur Herstellung von Holzkohle erfolgreich getestet. Als Rohmaterial verwenden wir ausschließlich landwirtschaftliche Abfallprodukte oder nachwachsende Rohstoffe wie leere Maiskolben, Reishülsen, Bambus, Palmenäste, Kokos-Schalen usw.. Wir haben bereits eine semi-kommerzielle Brikettier-Presse gebaut und werden demnächst die Produktion starten. Damit hoffen wir, dem unheilvollen Treiben der illegalen Köhler in den nahegelegenen Urwäldern das Geschäft zu verderben und somit aktiv zum Schutz des Regenwaldes beizutragen.
Nähere Informationen zu den einzelnen Aspekten finden Sie oben im Navigations-Menu.
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 Ein neuer Komposthaufen wird angelegt
 Gemüse Mischkultur
 Bambus - Holzkohle
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