Bei diesem Experiment geht es darum, auf kleiner Fläche möglichst hohe Erträge zu erzielen. Dazu kombinieren wir 3 Nutzpflanzen: Zuckermais, Bohnen und Squash (Calabazza - Kürbis). Der großblättrige Squash rankt am Boden und vermindert den Unkrautwuchs. Der Mais beschattet den Squash und dient den Bohnen als Rankhilfe und die Bohnen produzieren mit ihren Wurzeln zusätzlichen Bodenstickstoff. Ob es auch noch positive Effekte in Bezug auf Schädlingsabwehr usw. gibt, wird das Experiment zeigen.
Alle 3 Sorten können für menschliche und tierische Nahrung verwendet werden, lassen sich mit einfachen Mitteln haltbar machen und es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit "Bordmitteln" daraus verarbeitete Lebensmittelprodukte herzustellen. Dies sind wichtige Aspekte, denn es kommt nicht nur darauf an, möglichst viele Kilos zu ernten. Entscheident ist am Ende der Nettoverdienst für den Farmer.
Neben den eigentlichen Früchten fallen bei der Ernte noch einige Nebenprodukte an, u.a. die Maispflanzen (Schweinefutter), leere Maiskolben (Holzkohlematerial) sowie Pflanzenreste, die als Mulchmaterial und Kompost für die nächste Pflanzung dienen. Dann werden wir andere Gemüsearten kombinieren, wir sind da schon am Tüfteln.
Die 6 Hochbeete sind jeweils 10 Meter lang und 40 cm breit. Bohnen und Mais sind in 30 cm Abstand gepflanzt, pro Beet kommen 3 Squash Pflanzen hinzu. Bei den Beeten 1 und 2 ist unsere Erdmischung direkt auf dem Boden aufgetragen, bei 3 und 4 wurde der Boden vorher mit alten Reissäcken und Plastiktüten bedeckt, unsere Erdmischung ist also vom normalen Boden isoliert. Die Beete 5 und 6 bestehen aus normaler Erde und dienen als Vergleich.
In der Mitte sind die Beete virituell geteilt (Sektoren A und B), hier werden später unterschiedliche Dünger und Pestizide getestet. Am Ende werden wir also 12 unterschiedliche Bedingungen bzw. Ergebnisse haben. Die Gesamtfläche beträgt ca. 60 Quadratmeter auf denen ca. 380 Pflanzen wachsen sollen.

11.12.2008 - Bohnen und Mais werden direkt gesät, die Squash-Setzlinge werden gepflanzt, wenn die Bohnen und der Mais ca. 30 cm hoch sind, damit werden Probleme mit unerwünschter Beschattung vermieden.

20.12. Fast alle Samen haben gekeimt, es gibt noch keine Unterschiede in den Beeten. Die Holzstöcke dienen zunächst als Schattenspender für die Jungpflanzen und später als Führung für die Squash-Triebe.

26.12.2008 - Die ersten Unterschiede sind bereits sichtbar: In den Beeten 1-4 mit der Erdmischung sind die Bohnen- und Maispflanzen deutlich größer!

29.12.2008 - Die Unterschiede im Wachstum werden immer größer.

10.1.2009 - Unkraut wird manuell entfernt

10.1.2009 - Die Squash Setzlinge werden gepflanzt

22.1.2009 - Die Bohnen ranken bereits am Mais und tragen erste Früchte. Das beste Wachstum ist in den Beeten 3 und 4.

10.2.2009 - Am 29.1. wurden die Beete 2, 4 und 6 gedüngt. Die Unterschiede sind knapp 2 Wochen später schon deutlich sichtbar, die gedüngten pflanzen sind kräftiger und haben eine grünere Farbe. Der Squash breitet sich schon munter aus, aber die Bohnen wollen nicht so richtig wachsen. Viele sind eingegangen, die überlebenden haben zwar schon erntereife Früchte, aber viel zu wenig. Beim nächsten Mal werden wir andere Sorten probieren.
Ende Februar dann das plötzliche Ende: Einige Kühe vom Nachbarn haben sich von der Leine losgerissen und das Experimentierfeld abgefressen. Shit happens... Wir werden das Experiment aber auf jeden Fall in sicherer Umgebung wiederholen.

29.12.2008 - Und gleich das nächste Experiment: Chili, Tomaten und Bohnen in Hochbeeten. Für jede Pflanze wurde ein Loch gegraben und mit unserer Erdmischung gefüllt. Die Bohnen haben noch nicht gekeimt.
Insgesamt war das Experiment erfolgreich. Einziges Problem war, dass beim Spritzen von Insektiziden (Tomaten und Bohnen) die Chili-Pflanzen beschädigt wurden.