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Mischkultur Zuckermais und Weißkohl 14 Tage nach der Mais-Aussaat und Kohl-Pflanzung. Damit genügend Licht auf die Kohlpflanzen gelangt bleibt jede zweite Maisreihe frei. Das Feld wurde nur gepflügt und das Unkraut manuell entfernt. Der Kohl ist bereits gemulcht, in einigen Tagen auch der Mais.


Am 8. Mai, 48 Tage nach Aussaat, fegte ein mittlerer Taifun mit ca. 90 km/h über die Farm. Alle Zuckermaispflanzen waren am Boden, wegen der 400 mm Regen in 24 Stunden standen die Felder mehrere Tage unter Wasser.


9 Tage später stand der Mais wieder und es haben sich bereits die Kolbenansätze gebildet. Der Kohl hat sich größtenteils von der Staunässe erholt. Das bedeutet, der Mais wird auch einen Monstertaifun von 300 km/h überstehen, weil die hohen Windgeschwindigkeiten erst auftreten wenn der Mais schon am Boden ist.


Der Hybrid-Körnermais hat den Sturm offenbar schadlos überstanden. Es stehen 7-9 Pflanzen per qm, jede Pflanze hat 2 Kolben die täglich größer werden. Es ist eine 115 Tage Sorte, Ernte also um den 10.7.2011. Bislang sind auch keinerlei Schäden durch Insekten, Mäuse, Staunässe etc. erkennbar.


Wir haben beim derzeit laufenden Erdmischungs-Folgeexperiment 10 Mischungen, 2 Standorte (Freiland und Halbschatten) zu je 22 Pflanzen. Bei der Düngung gibt es verschiedene Varianten. Ich nenne diese Methode, die noch in keinem Buch steht, “Tree Brothers” in Anlehnung auf die alte Maya-Methode “Three Sisters” (Mais, Bohnen und Squash)… Bei der Folgepflanzung kommt dann anstelle der Tomate und Mungobohne je eine Stangenbohne und Kohl bzw. Salat in den Pflanzsack, der Moringabaum wird auf 1,80 Meter Höhe gekappt und dient dann als Rankhilfe.


Von den nach und nach gepflanzten ca. 1.400 Papayabäumen sind etwa 80% bereits tragend. Die wöchentliche Ernte ist per April 2011 auf 5 Tonnen gestiegen. Die Früchte werden gewaschen, sortiert und in Zeitungspapier eingewickelt bevor sie zum Großmarkt in Naga City gebracht werden. Obwohl wir derzeit nur ca. 0,6 EURO/KG bekommen ist es trotzdem ein lohnendes Geschäft.


Meine Frau Eda freut sich auf eine leckere Papaya. Gut zu erkennen die Mischkultur mit den Calamansi-Zitronenbäumen und Gemüse in Sackpflanzungen.


Unser erster Versuch mit Weißkohl. Das sieht von weiten gut aus, allerdings gibt es Probleme mit dem Unkraut. Bei den Folgepflanzungen wird sofort gemulcht werden.


Die erste Hybrid-Reis Pflanzung auf der Farm brachte trotz ungünstiger Wetterverhältnisse (Ernte am 30.3.2011) einen Ertrag von ca. 6 Tonnen/Hektar. Der Welt-Durchschnitt liegt bei ca. 2,5 Tonnen. Es wurde mit einer Kombination von Kunstdünger, Holzkohlepulver Tierdung und Kompost gearbeitet. Für die Folgepflanzungen werden wir noch Optimierungen anwenden.


Eine dieser Methoden besteht darin, unmittelbar nach der Ernte die Halme mit einem Rasenmäher auf ca. 10 cm Höhe zu stutzen. Der Reis treibt dann neu aus. Die abgeschnittenen Halme bleiben als Mulchmaterial einfach liegen und unterdrücken den Unkrautwuchs. Bis zur Ernte dauert es nur 75 Tagen und es werden nur geringe Mengen Dünger benötigt. Diese Technik bringt zwar deutlich geringere Erträge, aber es fallen die Kosten für Saatgut, Pflügen und teilweise Dünger weg.

Noch wichtiger ist aber, dass diese Pflanzung in die Trockenzeit fällt. Da unsere Reisfelder keine sichere, ganzjährige Bewässerung haben, besteht das Risiko eines Totalschadens durch Wassermangel. Durch die Mulchschicht wird dieses Risiko aber etwas entschäft und wenn es trotzdem zum Desaster kommt ist der Verlust nur minimal. Im Nachbarfeld hatten wir die Stoppeln nicht gemäht und gemulcht, einfach nichts gemacht. Und siehe da, es wächst besser, das könnte noch eine richtige Ernte werden.


Seit Anfang März 2011 haben wir einen kleinen Farmshop. Hier verkaufen wir nicht nur eigene Produkte, sondern auch von anderen Farmern aus der Region.Das ist alles extrem ausbaufähig und wird mit Sicherheit eine der Säulen unseres Marketing-Konzeptes.


Von Zeit zu Zeit führen Saatgutfirmen Demo-Pflanzungen auf unserer Farm durch. Dadurch haben wir Zugang zu den neuesten Sorten und bekommen technische Hilfe durch deren Experten. Kurz vorder Ernte werden dann örtliche Farmer zur Besichtigung eingeladen.


Bei einigen Gemüsesorten hat sich vor allem während der Trockenzeit die Verwendung von Mulchfolien bewährt.


Die Blätter von frischgeernteten Moringa-Zweigen werden abgestreift. Links mein Schwager und Farmmanager Erwin, in der Mitte seine Frau Mickay, die mir jeden Tag mein Essen kocht.


Moringablätter dürfen nur kurz erhitzt werden bevor sie wie hier mit Reis und Chilis auf den Tisch kommen.


Moringa wächst wie Unkraut, es sind weder Dünger noch Pestizide notwendig. Auf dem Foto sehen wir meinen Schwager Jojo, hat BWL studiert und ist für Buchhaltung und Finanzverwaltung zuständig.