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Fragen und Antworten rund um das Philippinen - Gemüseprojekt
| Mit welchen Gemüsesorten wird z.Z. experimentiert? | Beim Start haben wir folgendes Saatgut aus Deutschland und den Niederlanden verwendet:
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| Wie sind die klimatischen Bedingungen? | In Tigaon ist es das ganze Jahr über tropisch warm, 27 bis 33 Grad und nachts 18 bis 26 Grad. Durch die Nähe zum Äquator sind die Tage das ganze Jahr über gleich lang. Wassermangel ist kein Thema, aber Starkregen schon. Im wesentlichen versuchen wir dieses Problem durch die Hochbeete, Mulchen, Auswahl Fungus-resistenter Sorten und evtl. mit Abdeckhauben für die Tomaten zu lösen. Die Regen- und Taifunzeit ist von Mitte Juli bis Mitte Dezember. Da kann man sich also drauf einstellen. Der letzte wirkliche Monstertaifun war 1998, das waren 270 Km/h. Mit so etwas muß man aber rechnen und entsprechende Schäden einkalkulieren. In 2006 war wieder ein El Nino Jahr mit mehreren starken Taifunen bis zu 250 Km/h. Bleibt zu hoffen, dass wir die kommenden 7-8 Jahre (El Nino Intervall) davon verschont bleiben. |
| Welche Gemüsesorten sind bisher auf dem Markt erhältlich? |
Es gibt ein ziemlich breites Angebot auf den lokalen Märkten. Der weitaus größte Teil kommt aus einer Bergregion ca. 300 KM nördlich von Manila, wird also ca. 800 KM bis nach Tigaon transportiert. Solche LKW-Fuhre dauert 2 Tage. Das hat Auswirkungen auf die Frische und die chemische Behandlung dürfte auch nicht besonders gesund sein. Hierin sehen wir die große Chance für unser Projekt. Es ist so ausgelegt, dass praktisch täglich geerntet werden kann. Durch die marktnahe Produktion sparen wir nicht nur Transport- und Chemiekosten, wir können auch wesentlich bessere Qualität liefern. Z.B. werden unsere Tomaten rot geerntet und nicht künstlich nachgereift. |
| Welche Vor- und Nachteile hat das Kompost - Hochbeet - System? |
Die Vorteile:
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| Welche Vor- und Nachteile hat das Mulch - System? |
Die Vorteile:
Der Nachteil liegt in der höheren Kosten für die Landvorbereitung und Beschaffung des Mulchmaterials. |
| Wozu sind die Bambus-Pfosten gut? |
Die Pfosten haben 2 Hauptaufgaben: Zum einen werden hier die hochwüchsigen Pflanzen wie Stabtomaten, Gurken, Zuchini und Stangenbohnen angebunden. Vor Beginn der Taifunsaison werden die Pfosten oben durch Kabel miteinander verbunden und das Ganze dann an die umstehenden größeren Bäume befestigt. Damit hoffen wir, taifunbedingte Verluste zu minimieren. Ob das funktioniert, werden wir allerdings erst nach dem ersten Taifun wissen... Aktualisierung 25.12.2006: Nachdem mehrere Monstertaifune über Tigaon hinweggefegt sind, wissen wir, dass die Bambuspfäle ungeeignet sind, da der im Boden eingelassene Teil sehr schnell verrottet. Wir werden auf andere Materialien umsteigen. |
| Gibt es Planungen, dieses Kompost - System auch auf traditionelle Anbauprodukte wie z.B. Mais anzuwenden? | Ja, aber in modifizierter Form. Da bei Mais, Zuckerrohr und Reis die Preise vom Weltmarkt bestimmt und deshalb sehr niedrig sind (Thema Agrarsubventionen in den Industriestaaten), kommt es in erster Linie darauf an, kostengünstiger zu produzieren. Beim Maisanbau sind Kunstdünger und Unkrautvernichtung große Kostenfaktoren. Durch Kompost und Mulchen könnte hier ein gewisses Einsparpotential liegen. Die entsprechenden Experimente sind für Dezember zu Beginn der regulären Pflanzsaison geplant, damit wir Vergleichswerte bekommen. |
| Wie kann man Sie auf den Philippinen am besten kontaktieren? | Ich bin ab dem 21.1.2007 wieder auf den Philippinen.
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Autor: Jochen Binikowski - Stand: 24.12.2006