Die integrierte Musterfarm |
![]() Die Service-Hütte für die Mitarbeiter und Gerätschaften. |
Die ca.
15 Hektar große Musterfarm ist das Kernstück des
Gesamtprojekts. Seit Herbst 2008 verwandeln wir das verwilderte
Grundstück nach und nach in ein kleines Paradies. Dabei setzen
wir die bei unseren früheren Experimenten gewonnenen
Erkenntnisse in die Praxis um.
Die Lage ist perfekt: Direkt an der Hauptstraße, nur 2 KM vom Stadtzentrum entfernt, Strom- und Wasseranschluß, zwei kleine Bäche und dennoch überflutungssicher, verträgliche Nachbarn, - besser geht's nicht. |
| Das Ziel ist die Schaffung
eines kompletten Kreislaufs, also die
Produktion von Gemüse, Bäume, Tiere, organischer
Dünger usw. sowie Weiterverarbeitung, Lagerung und
Direktvermarktung. Das ist genauso kompliziert wie es sich
anhört, sozusagen ein Puzzle mit 1.000 Einzelteilen. Wenn
alles einigermaßen nach Plan läuft, sollte dieses
große Unterfangen bis Ende 2013 weitgehend abgeschlossen sein.
Wir
liegen bislang sehr gut im Zeitplan. Es sind 2.200
Zitronenbäume, 1.700 Papayastauden, 300 Moringabäume
sowie ca. 4 Hektar Gemüse, Reis und Mais gepflanzt. Es wird ständig
neu ausgesäht, dadurch haben die Pflanzen unterschiedliche
Größen und es gibt ganzjährig alle 2 Tage
eine kleine Ernte. Mit den Erlösen decken wir derzeit ca. 90%
der Gesamtkosten, allerdings mit stark zunehmender Tendenz. Im März und April 2011 hatten wir wegen der guten Papaya- und Reisernten erstmals kleine Überschüsse erwirtschaftet. Das liegt
an den stetig größer werdenden Erntemengen und
ständig abnehmenden Kosten für
Infrastrukturmaßnahmen. Letztere beinhalten neben
Einzäunung, Wasserversorgung, Geräte, Materialien
usw. auch die Pflanzung der Bäume, da diese erst zu einem
späteren Zeitpunkt Ernteerlöse generieren werden.
Durch die Globalisierung werden die Dritte Welt Kleinbauern immer mehr dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt, vor allem durch weitgehend zollfreie Importe subventionierter Agrarprodukte. Es hilft nicht wirklich weiter wenn man diese Entwicklung beklagt. Besser ist es, die eigenen Vorteile zu erkennen und konsequent auszunutzen.
Westliche Farmer haben Vorteile durch Subventionen und Maschineneinsatz. Unsere Aktiva sind geringe Lohnkosten, ganzjährige Pflanzungen mit 3 Ernten, günstige Wetter- Boden- und Wasserverhältnisse. Dadurch können ganz andere Methoden eingesetzt werden, z.B. Mischkulturen von Pflanzen die sich gegenseitig ergänzen, also u.a. Beschattung, Stickstoffbindung und Schädlingsabwehr. Das erhöht die Hektarerträge und vermeidet hohe Kosten für Maschinen, Kunstdünger, Insektizide und Kreditzinsen. In einigen Bereichen haben wir bereits deutlich geringere Produktionskosten als bei industrialisierten Monokulturen! Das ist die mit Abstand wirksamste Waffe gegen die Billigimporte.
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![]() Mischkultur von Zuckermais, Weißkohl und Mungobohnen.
Mischkultur von Tomaten und Okra. |
![]() Einzäunung mit Baum-Stecklingen, die anwachsen und für zusätzlichen Windschutz sorgen. |
Derzeit
läuft die Farm offiziell noch als privater Familienbetrieb.
Voraussichtlich ab 2011 werden wir das Projekt in eine Cooperative oder
Stiftung umwandeln, an der die Mitarbeiter direkt beteiligt sind. Eine
andere Option wäre die Aufteilung in Sektoren, die dann an die
Mitarbeiter verpachtet werden, wobei wir dann nur noch für
Management und Neuentwicklung zuständig wären.
Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts sind die Mitarbeiter. Durch die Teilnahme an diversen Seminaren, die von der Regierung sowie Saatgut- und Düngerfirmen organisiert werden und die Arbeit an unseren eigenen Techniken bekommen die Mitarbeiter und das Management immer mehr Fachkenntnisse. Deshalb ist es zwingend erforderlich, daß die Farm ganzjährig in Betrieb ist, die Mitarbeiter also Beschäftigung und Einkommen haben. Es wäre fatal wenn wir ständig neue Mitarbeiter ausbilden müssten. Um diese Mitarbeiter-Bindung zu erhöhen bezahlen wir Löhne die deutlich über dem ortsüblichen Niveau liegen, stellen kostenlos Essen und Trinken. Ab Mai 2010 wird es auch eine Sozialversicherung geben, die vollständig von uns finanziert wird. |
So können Sie helfen:1. Geldspenden beschleunigen den Aufbau einzelner Projekte enorm. Selbst kleine Beträge können eine große Wirkung entfalten! 2. Hier können Sie weitere Einzelheiten erfahren und auch Kommentare zu den Projekten schreiben! Wir sind immer für hilfreiche Informationen dankbar. Viele unserer erfolgreichen Einzelprojekte konnten auf diese Weise realisiert werden! |